Therapiezentrum Rosensteingasse Wien | Physiotherapie und Osteopathie bei Rückenschmerzen (lat. Lumbalgie)
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Physiotherapie und Osteopathie bei Rückenschmerzen (lat. Lumbalgie)

RückenschmerzenSymptome wie Verspannungen im Nacken, im unteren Rücken oder gar Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule treten durch die vermehrt einseitigen Belastungen im schulischen oder beruflichen Alltag auch häufig schon bei sehr jungen Menschen auf. Oftmals verschwinden diese Symptome durch Ausgleichssport oder Bewegung wieder. Handelt es sich dabei jedoch um Beschwerden, die  wiederkehrend sind oder treten Schmerzen auf, die nicht wieder vergehen, so ist dies eine klare Indikation für eine physiotherapeutische oder osteopathische Behandlung. Nach ärztlicher Abklärung der Beschwerden (bei einem Arzt für Allgemeinmedizin oder Orthopädie), sollte mit einer Therapie begonnen werden, um nicht zum chronischen Rückenschmerzpatienten zu werden.

Ursachen der Beschwerden

Es gibt zahlreiche Ursachen, die für eine Lumbalgie (lat. Schmerzen im Bereich des Rückens) verantwortlich sein können. Von muskulären Verspannungen, über fasziale Verklebungen bis hin zu Gelenkblockaden oder gar Bandscheibenvorfällen ist vieles möglich. Auch können sich Probleme der inneren Organe in Form von Rückenschmerzen zeigen. Die Spannungen werden über fasziale Strukturen zur Wirbelsäule weitergeleitet und führen dort zu Schmerzen, deren Ursache jedoch ganz woanders (eben im Organ) liegt. Ebenso ist es möglich, dass Schmerzen über sogenannte Reflexbögen in andere Regionen projiziert werden. Der behandelnde Arzt entscheidet, ob zusätzliche Untersuchungen, wie etwa eine Magnetresonanztherapie (MTR) oder ein Röntgen nötig sind, um die genaue Ursache festzustellen.

Die Diagnose

Durch verschiedene Tests lässt sich in der Therapie sehr gut differenzieren, welche Strukturen tatsächlich die Beschwerden auslösen. Zusätzlich können vom Arzt verordnete bildgebende Verfahren hilfreich sein. Allerdings darf man sich von diesen Diagnosen auch nicht unnötig beunruhigen lassen. So kann es Beispielsweise sein, dass Bandscheibenvorfälle bei einigen Patienten unbemerkt bleiben, weil sie gar keine Symptome verursachen. Es ist jedoch auch möglich, dass eine Vorwölben der Bandscheibe (Discusprotrusion) oder ein Vorfall (Discusprolaps) diagnostiziert wird, diese/r aber gar nicht für die tatsächlichen Beschwerden verantwortlich ist. Daher ist es unerlässlich, die genauen Symptome des Patienten zu kennen und durch zusätzliche Tests festzustellen, wo die Ursache für die Schmerzen oder Beschwerden tatsächlich liegt.

Die Therapie

Die Therapie sollte immer individuell gestaltet werden – in Abhängigkeit von den Beschwerden, der Ursache und den Anforderungen des Alltags bzw. der physischen und psychischen Belastungssituation. Oft helfen kleine Übungen, um im Alltag den einseitigen Belastung gegenzusteuern. Mit verschiedenen Techniken können verspannte Muskeln gelockert und verklebte Faszien gelöst werden. In den meisten Fällen ist es wichtig, dass gewisse Gewohnheiten überdacht und evtl. angepasst werden. Physiotherapeuten können hier beratend zur Seite stehen.

Die Erfolgsquote

NackenschmerzenEin aktives Mitwirken der Patienten durch Anpassung des Verhaltens oder Durchführung von Übungen bzw. Ausgleichssport ist für den Therapieerfolg oft entscheidend. Die Erfolgsquote bei Rückenschmerzen, egal ob akut oder chronisch, ist sowohl im Bereich der Physiotherapie, als auch im Bereich der Osteopathie sehr hoch. In den wenigsten Fällen ist es nötig, mittels Operation eine veränderte Bandscheibe zu korrigieren. Konservative Therapieformen sind hier immer das Mittel der Wahl und eine Operation sollte nur bei massiven, längerfristig therapieresistenten Schmerzen oder starken Muskellähmungen bzw. Gefühlsstörungen in Erwägung gezogen werden.

Text von Johanna Hocher (Physiotherapeutin und Osteopathin in Wien, 1170)

Bilder von freepik (de.freepik.com)

Mehr Informationen zu den Therapieformen unter Physiotherapie und Osteopathie